04.03.10

Workshop fördert Forschung zu Herausforderungen der Zukunft BVM widmet sich medizinischer Bildverarbeitung

In der medizinischen Bildverarbeitung findet derzeit ein Paradigmenwechsel statt. Bisher wurden gewonnene Informationen rein für diagnostische Zwecke genutzt, anwendungsspezifische Gesichtspunkte spielten eine eher untergeordnete Rolle. Heute greift die medizinische Bildverarbeitung mehr und mehr in verschiedene Phasen der Patientenversorgung ein, bis hin zur Therapie. Das stellt auch neue Anforderungen an die Bildgebung und -darstellung, die möglichst in Echtzeit ablaufen soll.


Erste Anwendungen neuartiger Methoden sind bereits in der Praxis etabliert, wie z.B. die computerunterstützte Diagnose (Computer-Assisted Diagnosis, CAD) in der Mammographie. Künftig muss diese Methodik auch auf andere Fragestellungen ausgedehnt werden. Dazu bedarf es der Erforschung und Entwicklung entsprechender Algorithmen.

Weitere Herausforderungen der Zukunft liegen in der interventionellen Planung und der computerunterstützten Chirurgie. Beides greift ineinander: Für eine optimale OP-Vorbereitung werden bestimmte Regionen oder Organe in 3D segmentiert und visualisiert. So kann sich der Operateur schon vorab ein genaues Bild vom OP-Feld machen. Diese Informationen stehen dann im OP zur Verfügung und können die Qualität der medizinischen Versorgung verbessern.

Der Workshop Bildverarbeitung für die Medizin (BVM), der vom 14. bis 16. März 2010 im Universitätsklinikum Aachen stattfindet, unterstützt neuartige Forschungen auf diesen Gebieten und treibt sie aktiv voran. Schwerpunktmäßig befasst sich der Workshop mit Fragen der Bilderzeugung, Rekonstruktion und Visualisierung, der Navigation und dem computerunterstützten Operieren, Algorithmen zur Registrierung, Modellierung, Segmentierung und Bildanalyse, der ärztlichen Benutzerinteraktion sowie den medizinischen Anwendungen.

Seinen Niederschlag in der Praxis findet der Workshop mit dem jährlich vergebenen BVM Award für ausgezeichnete Bachelor-, Master-, Diplomarbeiten, Dissertationen oder Habilitationsschriften aus dem Bereich der Medizinischen Bildverarbeitung. Er ist mit 1.000 Euro dotiert. Darüber hinaus werden Preise für den besten wissenschaftlichen Beitrag, die beste Vortragspräsentation und die beste Posterpräsentation ausgelobt. Stifter der Preise sind CHILI Digital Radiology und Springer Science & Business Media.

Getragen wird der Workshop von den Fachgesellschaften GMDS, BVMI, IEEE, GI, DGBMT, DAGM und DGaO. Neben den Platin-Sponsoren Agfa HealthCare und Siemens AG Healthcare Sector unterstützen die Firmen 3Dims, VISCON, EST, Cerner, Barco, Philips Technologie, MeVis, NDI und GBM Wiebe den Workshop.

Weitere und aktuelle Informationen finden sich im Internet unter:
www.bvm-workshop.org.


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