09.03.10

Krankenhaus Porz am Rhein in Köln investiert über 2 Millionen Euro in den weltweit ersten 4D-Volumen-Computertomographen von Toshiba

Prof. Dr. Dieter Beyer mit seinem Team (Foto: Tanja Margies)

Am 3. März wurde im Krankenhaus Porz am Rhein der Toshiba Aquilion ONE, der einzige 4D-Volumen-Computertomograph am Markt, eingeweiht. Weit über 2 Millionen Euro ließ sich das Klinikum die Investition kosten und nimmt damit den dritten „Aquilion ONE“ in Deutschland in Betrieb.


„Toshiba hat den Volumen-CT erfunden,“ erklärte Prof. Dr. med. Dieter Beyer, Chefarzt des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, bei seiner Rede vor geladenen Ärzten, Journalisten und Klinikpersonal die Funktionsweise des weltweit einzigartigen Systems. „Der Volumen-CT deckt 16 cm Untersuchungsvolumen in einem Herzschlag, also nur 0,175 Sekunden ab. Die Patienten werden nicht mehr im Spiralmodus mit überlappenden Schichten untersucht. Beim Volumenscan genügt eine Röhrenrotation, um zum Beispiel das Herz oder das komplette Gehirn darzustellen. Dies reduziert die Strahlendosis um bis zu 90 Prozent. Dadurch können wir selbst Kleinkinder bei gerechtfertigter Indikation untersuchen.“
 
Die ersten Erfahrungen mit dem neuen System haben eine sprunghafte Verbesserung der diagnostischen Sicherheit, insbesondere bei den Herzkranzgefäßen und Hirngefäßen, aber auch der peripheren Gefäßdarstellung gezeigt. „Der schlimmste Feind des Radiologen ist die Bewegungsunschärfe“, so Prof. Beyer weiter: „Da der Patient nicht mehr wie früher auf dem Untersuchungstisch durch den CT gefahren wird, sondern ruhig liegt, erhöht sich auch die Abbildungsschärfe gegenüber herkömmlichen Systemen radikal. Eine Spezialsoftware verbessert zudem die räumliche Auflösung um 35 Prozent.“
Jörg Pfeiffer, Leiter Marketing bei Toshiba Medical in Neuss, erklärt die Vorteile des Geräts im diagnostischen Alltag: „Erstmals können aufgrund der Volumen-Aufnahmen dynamische Prozesse, wie die Bewegung eines Gelenks,Blutflüsse und Perfusionen, über das ganze Organ dargestellt werden. Bisherige CTs brauchen hingegen z.B. 5 bis 15 Sekunden für eine Herzaufnahme und müssen das Bild nach der Untersuchung aus vielen Herzschlägen zusammensetzen.“ Auch bei Schwerkranken und Notfallpatienten liefert das Gerät in kürzester Zeit die Grundlagen für eine sichere Diagnose: „Bei Patienten mit akutem Thoraxschnerz fasst der Aquilion ONE mit der Chest-Pain-Triage drei Untersuchungen in einer zusammen, nämlich die Diagnostik von Herzinfarkt oder Herzkranzgefäßverschlüssen, Lungenembolie und Dissezierendes Aortenaneurysma. Hier ist nur eine einzige Kontrastmittelgabe erforderlich“, so Pfeiffer.

Der neue 4D-Volumen-CT wird im Krankenhaus Porz am Rhein ab sofort im Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie sowie vor allem für die Kardiologie und das Gefäßzentrum eingesetzt. „Der Aquilion ONE läuft vom ersten Tag an fehlerfrei“, erklärte Prof. Beyer, dessen Team künftig Patienten anderer Kliniken und Ärzte aus dem Großraum Köln bis hin nach Wuppertal und ins Ruhrgebiet untersuchen wird.

www.toshiba-medical.de


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