Über 600 Bilder aus 43 Ländern und allen Kontinenten
Siemens gibt die Gewinner des zweiten International CT Image Contest bekannt
Zu Beginn des diesjährigen Kongresses der Radiologischen Gesellschaft Nordamerikas (RSNA) hat Siemens Healthcare die Gewinner des „International CT Image Contest 2011“ bekannt gegeben. Aus 43 Ländern aller Kontinente hatten über 160 Institute und Kliniken mehr als 600 Bilder eingereicht, die bei geringstmöglicher Röntgendosis an Siemens- Computertomografen aufgenommen wurden. Die sieben Gewinner, die eine internationale Experten-Jury kürte, kommen aus China, England, Frankreich, Irland, Macau, Singapur und USA. Die klinischen Bilder haben nicht nur eine hohe Qualität, sondern zeigen vor allem, dass sich eine sehr hohe diagnostische Aussagekraft auch mit einer äußerst geringen Dosis erreichen lässt. Die prämierten Bilder werden auf dem RSNA 2011 in Chicago ausgestellt.
Kardiologie
Carolyn Young, Great Ormond Street Hospital for Children NHS Trust, England
Patienten-Vorgeschichte:
Ein 3-jähriges Kind mit Fallot-Tetralogie und nicht vorhandener Pulmonalklappe erhielt eine CT-Untersuchung, um den Grad der Erweiterung der Lungenarterien und die Einengung der Luftwege zu untersuchen. Die CT-Untersuchung diente als Grundlage eines geplanten chirurgischen Eingriffes.
Diagnose:
Ein Defekt der Herzkammerwand (VSD =Ventrikelseptumdefekt), muskuläre Vergrößerung der rechten Herzkammer (RV = rechter Ventrikel) und ein überblähter linker Lungenflügel wurden in der CT-Bildgebung festgestellt. Der gemeinsame Stamm der Lungenarterien wies einen Durchmesser von 1,9 cm auf, die abgehenden Arterienäste waren deutlich vergrößert. Der rechte und der linke Haupt-Bronchus waren komplett kollabiert. Dies war bedingt durch ihre Lage hinter den erweiterten Lungenarterien.
Routine
Yang Guo-Qing, Center People's Hospital of Suining, China
Patienten-Vorgeschichte:
Die 63-jährige Patientin klagte über asymptomatische, in den letzten Jahren wiederkehrende dunkle Färbung ihres Stuhles. Der Test auf verstecktes Blut im Stuhl war positiv. Dennoch konnte in endoskopischen Untersuchungen des Magens und des Dickdarmes nichts gefunden werden.
Diagnose:
Ein CT ohne Kontrastmittel zeigte einen auffälligen Befund im distalen Segment des Dünndarmes . Das Gewebe war hier verkalkt und nahm verstärkt Kontrastmittel auf. Außerdem war eine vermehrte Versorgung mit Blutgefäßen erkennbar. Die Patientin unterzog sich einem chirurgischen Eingriff. Die Ergebnisse aus der Pathologie bestätigten einen Tumor im Darm-Bindegewebe (intestinaler Stromatumor).
Gefäße
Liz D'Arcy, Wexford General Hospital, Ireland
Patienten-Vorgeschichte:
Ein 43-jähriger Patient, Nichtraucher, klagte über Brust- und Rückenschmerzen und Gefühllosigkeit und Schwäche in den Beinen. Eine CT-Untersuchung der kompletten Körperhauptschlagader (Aorta) wurde angeordnet, um eine Dissektion (Aufspaltung der Wandschichten des Gefäßes mit Einblutung) oder andere Gefäßerkrankungen auszuschließen.
Diagnose:
Die durchgeführte CT-Angiografie zeigte eine Aortenisthmusstenose, eine starke Einengung der Körperhauptschlagader im Bereich des Aortenbogens. Die vor dieser Verengung abgehenden Äste des Gefäßes waren stark ausgeprägt, da sie das Blut in Umgehungskreisläufen in die untere Hälfte des Körpers bringen müssen.
Dual Energy
Dr. Teh Hui Seong und Dr. Trishna Sumer Shikhare, Khoo Teck Puat Hospital, Singapore
Patienten-Vorgeschichte:
Ein 69-jähriger Patient stellte sich mit einer pulsierenden Raumforderung im Unterbauch, die er selbst bemerkt hatte, und akuten Schmerzen in dieser Körperregion vor. Eine CT-Angiografie wurde durchgeführt. Hier wurde ein Bauch-Aortenaneurysma, eine Erweiterung der Körperhauptschlagader (Aorta), diagnostiziert. Der Patient unterzog sich einem interventionellem Eingriff (Endovascular Aortic Aneurysm Repair / Endovaskuläre Aortenaneurysma-Reparatur = EVAR). Hierbei wurde ein Y-förmiger Stent in die Körperhauptschlagader in dem Bereich eingesetzt, in dem sich das Gefäß für die Versorgung von Becken und Bein in einen linken und rechten Ast aufzweigt.
Diagnose:
Eine CT-Untersuchung mit Dual Energy Technik nach dem Eingriff zeigte weder Hinweise auf ein Austreten von Kontrastmittel aus dem Blutgefäß, noch Einblutungen oder Blutansammlungen in der Bauchhöhle oder im hinter der Bauchhöhle gelegenen Raum (Retroperitonealraum).
Trauma
Dr Wen Chao Bai, Macau University Hospital, Macau
Patienten-Vorgeschichte:
Der 55-jähriger Patient erlitt bei einem Verkehrsunfall vor 9 Jahren einen Bruch des linken unteren Schienbeines. Der Bruch wurde operativ versorgt und 2 Jahre später wurden die Implantate entfernt. Seit kurzem klagte der Patient über Schmerzen in seinem linken Fußgelenk und begann zu hinken. Eine CT-Untersuchung wurde angeordnet.
Diagnose:
Eine Fixierungsschraube, die im unteren Teil des linken Schienbeines verblieben war, war deutlich sichtbar. Zudem zeigte sich eine Gelenksentzündung bedingt durch die Verletzung und Reizung.
Neurologie
Robert Kufchak, Buffalo Women's and Children Hospital, USA
Patienten-Vorgeschichte:
Ein 10-jähriger Junge kam ins Krankenhaus. Ein Geschoss war durch seine Stirn in den Schädel eingedrungen.
Diagnose:
Eine CT-Untersuchung ohne Kontrastmittel zeigte, dass die Spitze des Geschosses bis ins Schädelinnere vorgedrungen war. Es endete oberhalb des linken Siebbeins. Zuvor hatte es die linke Stirnhöhle und einen Teil des linken Siebbeins durchbrochen. Ein geringer Pneumocephalus (Luft in der Schädelhöhle) direkt unter dem Stirnbein war sichtbar. Es gab weder Anzeichen von Einblutungen ins Hirngewebe noch von Verletzungen der Augenhöhle oder des Augapfels.
Pädiatrie
Dr. Jean Francois Paul, Centre Chirurgical Marie Lannelongue, France
Patienten-Vorgeschichte:
Ein 13 Monate altes Kleinkind mit Atemnot wurde zu einer CT-Untersuchung überwiesen. Eine Ultraschalluntersuchung hatte zuvor den Verdacht auf ein Aortenaneurysma, eine Erweiterung der Körperhauptschlagader, nahegelegt.
Diagnose:
Die durchgeführte CT-Angiografie zeigte ein raumforderndes Aortenaneurysma im Brustraum.











