Der RSNA 2011
Frischer Wind in der Radiologie
Knapp 60.000 Besucher pilgern in dieser Woche zum McCormick Place, Chicago, um sich über die neuesten Trends in der Radiologie zu informieren. Unter dem Motto „Celebrate the Image“, ist die „Windy City“ am Lake Michigan in der Zeit vom 27. November bis 2. Dezember bereits zum 97. Mal Gastgeber des weltweit wichtigsten radiologischen Events – dem jährlichen Meeting der Radiological Society of North America (RSNA).
Und auch in diesem Jahr werden sowohl die Ausstellung als auch das wissenschaftliche Programm den Erwartungen der internationalen Besucher mehr als gerecht: Insgesamt 233 Refresher Kurse und 127 Multisessions bieten den Radiologen ausreichend Möglichkeit, sich auf den neuesten Stand des Faches zu bringen. Hinzu kommen 1.831 wissenschaftliche Paper in 16 Subspezialitäten. Ebenso vielfältig zeigt sich die riesige Industrieausstellung, die auf 463.115 m² Platz für die Produkte von 685 Ausstellern bietet.
Im Mittelpunkt der Industrieausstellung und des wissenschaftlichen Programms steht auch in diesem Jahr wieder die Debatte um die Strahlenexposition von CT & Co. oder vielmehr die Frage danach, wie diese weiter gesenkt werden kann. Antworten darauf haben sowohl große als auch kleinere Hersteller parat, und sie alle liefern sich in Sachen Millisievert-Minimierung einen wahren Wettlauf.
Dosis und Management
Doch nicht nur die Industrie, auch die Radiologen müssen sich anstrengen: „Zusätzlich zu unserer Expertise in der Beurteilung und Interpretation diagnostischer Bilder, wird unsere Zunft zunehmend in die Pflicht genommen, wenn es um die Erfüllung von Managementaufgaben geht: Mehr Effizienz im Gesundheitswesen, ein sensibler Umgang mit Strahlung und die symbiotische Zusammenarbeit mit den klinischen Fächern – um all dies müssen wir uns als Radiologen mehr und mehr kümmern“, so Dr. Burton P. Drayer, der diesjährige RSNA-Präsident in seiner Eröffnungsrede „Celebrate the image: How we changed the face of healthcare“. Burton zeigte sich jedoch überzeugt, dass diese Anstrengungen mehr als lohnenswert sind, denn „die letzten Dekaden haben gezeigt, dass die medizinische Bildgebung der Revolution im Gesundheitswesen Beine machen kann.“
Tatsächlich ist in den Hallen des McCormick Place von Trübsal keine Spur und sowohl Aussteller, Referenten und Besucher sind getreu dem Kongressmotto in bester „Feierlaune“.









