Interdisziplinäre Kooperation

DVT - Technologie für zeitgemäße Diagnostik

Während der Radiologe über die technische sowie organisatorische und personelle Infrastruktur komplexer Röntgenuntersuchungen verfügt, ist nicht jede HNO oder Zahnarzt-Praxis für den Betrieb einer Röntgenanlage - wie einem DVT - ausgelegt. Im Idealfall findet sich ein digitaler Volumentomograph an einem neutralen Betreiberstandort, der die Kompetenzen von HNO, Zahnmedizin und Radiologie, sowohl in wirtschaftlicher, als auch diagnostischer Hinsicht zusammenführt.

In den vergangenen Jahren nahmen nicht nur die Diskussionen um den Einsatz Digitaler Volumentomographen (DVT) deutlich zu, sondern auch die Anzahl der installierten Systeme. Während einer mehrjährigen Einführungsphase hat sich die digitale DVT im Fachgebiet der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde etabliert. Dabei ist die Kooperation der SCS (Software Computer Solutions GmbH) und dem Berufsverband der HNO in Verbindung mit unterschiedlichen Ordinarien hervorzuheben. Die Kooperation orientierte sich an den hohen diagnostischen Anforderungen der Methodik und trug nicht zuletzt zum wirtschaftlichen Erfolg bestehender DVT-Betreiberstandorte bei.

DVT eine Investition in die Zukunft

Neben den „HNO“ sehen ebenfalls die Zahnärzte in diesem Gerät ein exakt auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes
Werkzeug, das die Vorteile schneller und qualitativ hochwertiger Knochenbildgebung, bei gleichzeitig niedrigster Strahlenexposition, vereint. Die neuesten spezialisierten Gerätegenerationen erfüllen höchste Ansprüche an Qualität und Betriebssicherheit und grenzen sich deutlich von den primär im dentalen Umfeld eingesetzten Kombigeräten ab.
Die DVT mit ihrem Schwerpunkt auf der Darstellung von Hartgewebestrukturen in ultrahochauflösender Darstellung, stellt eine schonende und strahlungsarme Form der Bildgebung dar. Mittelfristig besteht die Option, die CT im Bereich der Hartgewebedarstellung durch ein spezialisiertes DVT zu ersetzen. Alleine die Strahlenhygiene nach dem Grundsatz des ALARA-Prinzips (as low as reasonably achievable) aus den Leitlinien des Strahlenschutzes verdeutlicht diesen Sachverhalt als logischen und konsequenten Schritt.

Die DVT wurde zunächst für die Beantwortung dentaler Planungs-Fragestellungen entwickelt und eingesetzt. Wie beispielsweise zur Vermessung eines Implantats bezüglich dessen Dimensionen,

SCS DVT digitaler Volumentomograph

Auf Basis der jahrelangen Erfahrung in der DVT und deren Anforderungen, entstand gemeinsam mit dem Entwicklungspartner Planmeca, das System H23.

sowie dessen Lagebeziehung zum Nervenkanal, der transversalen Schichtdarstellung zur Vermessung der Kieferkammbreite oder zur Erstellung einer Bohrschablone. Dazu sind jedoch keine der, von HNO geforderten, diagnostischen Eigenschaften wie beispielsweise eine Ultrahochauflösung erforderlich. Einzige Gemeinsamkeit ist der Bedarf an einem angemessen großen Aufnahmebereich (Field of View). Die variable
Einblendung, Positionierung und die Auswahl der Größen unabhängiger Zylinder, war nie Anforderung der dentalen Fragestellung. Für die HNODiagnostik jedoch sind diese grundlegenden Eigenschaften für den Einsatz eines DVT mit dem Ziel einer Diagnostik von höchster Qualität essentiell. Sie benötigt dieses hochwertige Diagnostik-Werkzeug und nicht nur ein einfaches Planungssystem.

DVT statt Computertomographie

SCS DVT digitaler Volumentomograph

Zoom-Rekonstruktionsdarstellung der Siebbeinhöhle.

SCS DVT digitaler Volumentomograph

Zoom-Rekonstruktionsdarstellung der Gehörknöchelkette.

Neben der originiären Investitionsentscheidung spielt die Ausgestaltung der Varianten des Gerätebetriebs eine entscheidende
Rolle bei der erfolgreichen Umsetzung eines DVT-Projekts. Die DVT-Diagnostik etablierte sich vielerorts auf hohem Niveau, findet jedoch zahlreiche Nachahmer, die dem Qualitätsanspruch unterschiedlicher Anforderungen nicht gerecht werden.
Hier ist die Radiologie gefragt, den hohen und bisher selbstauferlegten Qualitätsanspruch der HNO anzuerkennen und zu fördern. Die Zweifel gegenüber DVT-Systemen geringerer Qualität erscheinen berechtigt. Au.erdem erzeugen ein nicht anforderungsgerechter Einsatz bei nicht gerechtfertigter Indikation bzw. die Nutzung des falschen Werkzeugs für die jeweilige diagnostische Fragestellung, Unmut.
Mittlerweile lässt sich eine stetig wachsende Zahl von Anwendergruppen beobachten, die ein oder mehrere DVT gemeinsam betreiben oder dieses anstreben. Vermehrt wird der Kontakt zu Radiologen gesucht, die entweder bereits DVT in ihren Instituten einsetzen bzw. dies in Kooperation mit ihren externen Kollegen beabsichtigen. Die SCS begleitet die Einführung hochwertiger
DVTs in Deutschland seit den ersten Tagen und möchte eine Vermittlerrolle einnehmen, um Kontakte zu schaffen zwischen gut bekannten, stark an Qualität und Kooperation interessierten Anwendergruppen und den Spezialisten in der Radiologie, die das Potenzial dieser zusätzlichen Leistungen erkennen und Kollegen einen neutralen Standort bieten können.
Die Pluspunkte der DVT gegenüber einer Computertomographie liegen eindeutig in der geringen Dosisbelastung und geometriegetreuen Abbildung anatomischer Details. Je nach System und Anwendung liegt die effektive Patientendosis bei DVTUntersuchungen zwischen 40 μSv und 100 μSv, auch wenn deren besondere Berücksichtigung im Hinblick auf die Indikation zu Lasten mancher Bildparameter geschieht. Der weitere Erfolg der DVT hängt in großem Maße von der interdisziplinären Kooperation mit Zahnärzten und HNO und dem Einsatz hochentwickelter Technologie ab.


Systemvergleich

Sie haben keine Produkte im Systemvergleich.